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Von hier kommen wir

Im Ambiente des alten Königsberg werden Kaffee- und Teespezialitäten kredenzt sowie erlesene Weine ausgeschenkt. Zudem genießen lassen sich original ostpreußische Spirituosen aus deiner Destillerie, die im ehemaligen Tapiau angesiedelt war. 

Preußen

Sehr geehrte Gäste, 

was erwartet die Besucherin bzw. den Besucher im Café Königsberg, einem Café also, das den alten Namen der ostpreußischen Haupt-, Krönungs- und Residenzstadt trägt und in Schleswig-Holstein neu erbaut wurde?

Nun, da ist zunächst Schleswig-Holstein. Um den wahren Reiz dieses Landes zu ergründen, sollte man einmal von Waterkant zu Waterkant fahren, etwa von Lübeck nach Husum. Gleich nach den Ostseewellen, und noch weit vor den Stürmen der Nordsee, geht es von Wasser zu Wasser durch die Landschaftsidylle der Holsteinischen Schweiz mit ihrer Seenplatte. Was fehlt, sind die Berge, die türmen sich als Wolken über dem Meer. 

„Ja, und im Mai blüht der Raps“, schwärmt der ehemalige Kieler Oberbürgermeister Norbert Gansel, „der Raps duftet durch die geschlossenen Fenster bis in das Auto hinein. Fenster runterkurbeln und eine tüchtige Nase voll nehmen, irgendwo anhalten und sich drüber freuen: riesige, gelbe Rapsfelder in der gewachsenen Struktur der Knicklandschaft und  – oft im Mai –  vor blauem schleswig-holsteinischen Himmel. Das tut gut!“

Und vielleicht wandern dann die Gedanken über die Ostsee in ein fernes, oft unbekanntes Land, das Ostpreußen heißt und dessen Bilder, wie Marion Gräfin Dönhoff schreibt, langsam verblassen. Es sind Bilder, die dunkle Wälder zeigen und kristallene Seen, wandernde Dünen, blinkende Haffe, meerumbrandete Küsten, goldenen Bernstein, Fahrten ins Elchrevier, pferd- und viehbestandene Weiden und fruchtbare Getreideschläge, wehrhafte Burgen und Kirchen, vertraute Städte sowie verträumte Dörfer und stolze Güter.

Im Café Königsberg können Sie, verehrte Gäste, Ihren Gedanken auch Taten folgen und sich mit Spezialitäten aus Schleswig-Holstein und Ostpreußen verwöhnen lassen  – im Rhythmus der Jahreszeiten wird nach traditionellen Rezepturen gebacken. Die Herstellungsweise typisch norddeutscher Gebäcke wurde aus dem bereits legendären „Bauern-Café“ am Bornbusch übernommen und durch eigene Erfahrungen ergänzt.

Selbstverständlich wagen wir auch einmal einen Blick „über den Tellerrand“ in andere Gefilde. Hierzu zählt beispielsweise die Wiener Kaffeehauskultur. Diese wurde von Salzburger Exulanten in Ostpreußen grundlegend eingeführt. Es handelte sich um protestantische Glaubensflüchtlinge, die aus dem Salzburger Land vertrieben worden waren und in den Jahren 1732/33 durch den König von Preußen, Friedrich Wilhelm I, in Ostpreußen angesiedelt wurden. Neben humanitären Gründen und der Idee der Toleranz gegenüber allen Religionen spielte die Anwerbung von Arbeitskräften ebenfalls eine Rolle  – Begründungen mithin, die uns doch auch heutzutage irgendwie bekannt vorkommen …, kurz:

Aus Salzburger Glaubensflüchtlingen wurden bodenständige Ostpreußen, die ihr neues zu Hause lieben lernten und dem Land durch ihre Fertigkeiten und Kenntnisse wertvolle Impulse zu geben vermochten.

Nach gut zweihundert Jahren mussten die Nachfahren dieser Menschen erneut ihren Grund und Boden infolge Flucht und Vertreibung verlassen und wieder hieß es „Die Heimat nehmen wir mit“  – welch eine Tragik deutsch-österreichischer Geschichte!

Den Salzburger Protestanten zur Ehre und uns zum Genuss perfektionieren wir die Wiener Kaffeehauskultur, indem wir entsprechende Kaffeespezialitäten auch mit Kaffee aus Österreich zubereiten, und zwar von der Firma J. Hornig aus Graz, die ihren Kaffee traditionell im Trommelröstverfahren herstellt.

Also, werte Gäste, nun wurden Sie „belernt“ über die unterschiedlichen Bereiche des Café Königsberg und Sie haben erfahren, aus welchem Grunde die Einrichtung eines ostpreußischen Cafés einem Wiener Kaffeehaus so ähnlich ist …

Und jetzt machen Sie es sich man so richtig kommodig, wie es in Schleswig-Holstein heißt, und vergessen Sie für ein Augenblickchen den hektischen Alltag  – aaaber, wenn Sie Ihr Frühstück, Ihr Mittagessen oder Ihren Kuchen am Nachmittag genießen, haben Sie bitte keine Angst vor den Cholesterinchens, diesen dreidammligen Dubassen  – wie heißt es doch so schön:

Ordentlich gegessen und dicht gestapelt, glaubst gar nicht, was Du alles beherbergen kannst!

Womit wir bei der „Nötigung“ wären, dem sprichwörtlichen Ausdruck ostpreußischer Gastfreundschaft. „Ät man, ät! De Kneep hohle noch anne Bexe …!“ („Iss man, iss! Die Knöpfe halten noch an der Hose …!“)  – Erbarmung!!!

Dem ist nuscht  – kein nuscht, kein gar nuscht –  hinzuzufügen …, außer:

Guten Appetit!

Ihre Belegschaft vom Café Königsberg

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